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Butterscotch Telecaster: Warum sie zum Klassiker wurde – und worauf du beim Kauf achten solltest

28. Aug.
9 Min. Lesezeit

Kaum eine Farbkombination wird so unmittelbar mit einer bestimmten E-Gitarre verbunden wie Butterscotch Blonde, schwarzes Pickguard und Ahornhals mit der Telecaster.

Die Kombination ist inzwischen mehr als nur eine Lackierung. Sie ist zu einem festen Bestandteil der Gitarrengeschichte geworden.


Doch warum eigentlich? Was ist der Unterschied zwischen Butterscotch und Butterscotch Blonde? Muss eine authentische Butterscotch Telecaster unbedingt einen Eschekorpus, drei Messingreiter und zwei Single Coils haben? Und worauf solltest du achten, wenn du heute eine Butterscotch Telecaster oder T-Style-Gitarre kaufen möchtest?

Butterscotch Telecaster Style Gitarre MagTone Classic-T
Telecaster Gitarren u.a. in Butterscotch und Butterscotch Blonde

Die kurze Antwort

Die Butterscotch Telecaster gilt als Klassiker, weil dieser Look unmittelbar mit den frühen Telecaster-Modellen der 1950er-Jahre verbunden ist. Fender führte die Telecaster 1951 ein; die frühen sogenannten Blackguard-Modelle kombinierten einen hellen Blonde-Look mit schwarzem Pickguard und Ahornhals. Fender selbst verwendet heute für seine historische 1951er-Reproduktion die Farbbezeichnung Butterscotch Blonde.


Wer heute eine Butterscotch Telecaster sucht, hat allerdings deutlich mehr Auswahl: vom weitgehend historischen Nachbau über moderne Teles bis hin zu T-Style-Gitarren, die den klassischen Look mit völlig anderen technischen Konzepten kombinieren.

Und genau hier lohnt sich ein genauer Blick.


Woher kommt die Butterscotch Telecaster?

Die Geschichte beginnt Anfang der 1950er-Jahre.

Fenders Broadcaster erschien 1950. Nachdem der Name wegen eines Konflikts mit Gretsch geändert werden musste, brachte Fender 1951 die Telecaster auf den Markt. Damit wurde eine der ersten industriell erfolgreichen Solidbody-E-Gitarren geboren.

Die frühen Modelle waren überraschend schlicht:

  • heller Blonde-Korpus

  • schwarzes Pickguard

  • Ahornhals

  • zwei Single-Coil-Pickups

  • geschraubter Hals

  • einfache Brückenkonstruktion

  • Volume- und Tone-Regler

  • Dreiwegschalter


Diese Kombination wird heute häufig als Blackguard Telecaster bezeichnet.

Besonders interessant: Fender beschreibt die aktuelle American Vintage II 1951 Telecaster ausdrücklich mit einem Eschekorpus in Butterscotch Blonde, um Optik und Charakter des damaligen Originals nachzubilden.

klassischer Butterscotch Telecaster Look mit schwarzem Pickguard
Telecaster in Butterscotch Blonde mit schwarzem Pickguard

In den 1950ern war Farbe zudem noch kein großes Telecaster-Verkaufsargument wie heute. Laut Fenders eigener Historie blieb die Telecaster zunächst auf Blonde-Finishes beschränkt; erst 1958 wurden gegen Aufpreis Custom Colors angeboten.

Dadurch wurde dieser helle gelblich-blonde Look praktisch automatisch zum visuellen Urbild der Telecaster.


Warum heißt die Farbe Butterscotch Blonde?

Hier wird es etwas komplizierter.

Butterscotch Blonde ist heute eine etablierte Farbbezeichnung für den warmen gelblich-blonden Telecaster-Look. Fender verwendet den Namen aktuell unter anderem für die American Vintage II 1951 Telecaster, die Standard Telecaster und die Squier Classic Vibe '50s Telecaster.


Über verschiedene Hersteller hinweg sind Begriffe wie Blonde, Butterscotch und Butterscotch Blonde jedoch nicht exakt genormt.

Eine Butterscotch-Gitarre kann deshalb je nach Hersteller deutlich gelber, bernsteinfarbener oder dunkler wirken als eine andere.


Das ist beim Kauf wichtig:

Kaufe eine Butterscotch-Gitarre nicht nur anhand des Namens der Farbe. Schau dir immer das konkrete Instrument beziehungsweise Produktfotos an.

Holz, Grundierung, Deckkraft des Finishs und Beleuchtung können den Farbeindruck erheblich verändern.


Butterscotch vs. Butterscotch Blonde: Was ist der Unterschied?

Butterscotch und Butterscotch Blonde werden nicht von allen Gitarrenherstellern identisch verwendet. Butterscotch bezeichnet meist einen warmen gelblich-bernsteinfarbenen Farbton, während Butterscotch Blonde stärker auf den klassischen Blonde-Look früher T-Style-Gitarren verweist.

Eine universelle Definition, wie hell oder transparent ein Finish sein muss, gibt es herstellerübergreifend jedoch nicht.

Butterscotch vs Butterscotch Blonde Telecaster Vergleich
Butterscotch vs. Butterscotch Blonde MagTone Telecaster

Bei MagTone beispielsweise werden Butterscotch und Butterscotch Blonde als separate Finish-Varianten der Classic-T angeboten. Beide greifen den klassischen T-Style-Look auf, bieten aber eine unterschiedliche Interpretation dieses Farbspektrums.

Das ist gleichzeitig ein guter Grund, warum man beim Kauf weniger auf die Bezeichnung und stärker auf das tatsächliche Instrument schauen sollte.


Warum schwarzes Pickguard und Butterscotch so gut zusammengehören

Das schwarze Pickguard ist mindestens genauso wichtig für den klassischen Look wie das Finish selbst.

Die frühen Telecaster-Modelle von 1951 besaßen ein schwarzes Pickguard. Erst 1954 wechselte Fender auf ein weißes Pickguard.

Dadurch entstand die heute ikonische Kombination:

Butterscotch Blonde + schwarzes Pickguard + Ahornhals


Wenn heute von einer Blackguard Telecaster gesprochen wird, ist meist genau diese frühe Ästhetik gemeint.

Interessanterweise orientieren sich auch moderne Modelle noch daran. Die Squier Classic Vibe '50s Telecaster kombiniert beispielsweise Butterscotch Blonde mit schwarzem Pickguard, Ahornhals und einer Vintage-Style-Dreireiterbrücke.

Es ist ein Design, das mehr als sieben Jahrzehnte später immer noch sofort funktioniert.


Welche Gitarristen machten die Butterscotch Telecaster berühmt?

Ein besonders prominentes Beispiel ist Keith Richards.

1971 bekam Richards eine Butterscotch Telecaster aus dem Jahr 1953, die später unter dem Namen „Micawber“ bekannt wurde und zu einem seiner wichtigsten Instrumente wurde.

Interessanterweise blieb die Gitarre keineswegs historisch original. Richards modifizierte sie unter anderem mit einem Humbucker und passte die Brücke an sein berühmtes fünfsaitiges Open-G-Setup an.


Und genau das zeigt etwas, das ich an der Telecaster besonders spannend finde:

Der Telecaster-Klassiker lebt nicht davon, dass jede Telecaster exakt gleich bleiben muss.

Gitarristen haben diese Plattform seit Jahrzehnten umgebaut, andere Pickups eingebaut, Brücken verändert und sie an ihre eigene Musik angepasst.

Der Butterscotch-Look blieb trotzdem unverkennbar.


Muss eine echte Butterscotch Telecaster einen Eschekorpus haben?

Nein.

Historisch ist Esche sehr stark mit den frühen Telecaster-Modellen verbunden. Fenders American Vintage II 1951 Telecaster verwendet deshalb einen Eschekorpus, Nitrocelluloselack und Vintage-Spezifikationen.

Eine moderne Butterscotch Telecaster muss deshalb aber nicht automatisch aus Esche bestehen.

Ein gutes Beispiel ist bereits Fenders eigenes Sortiment:

Modell

Korpus

Finish/Konzept

Fender American Vintage II 1951

Esche

historisch orientiert, Nitro

Fender Standard Telecaster

Pappel

moderne Standard-Tele

Squier Classic Vibe '50s

Kiefer

Vintage-inspiriert

MagTone Classic-T

Linde

moderne modulare T-Style-Gitarre

Die Fender Standard Telecaster wird aktuell in Butterscotch Blonde mit Pappelkorpus angeboten. Die Classic Vibe '50s verwendet Kiefer.

Die MagTone Classic-T Butterscotch Blonde verwendet regionale Linde aus der Bodenseeregion.

Butterscotch beschreibt also die Optik – nicht das Korpusholz.

Wenn dir eine bestimmte Holzkombination wichtig ist, musst du sie separat prüfen.

Butterscotch Telecaster schwarzes Pickguard und Ahornhals
Fender Telecaster

Klingt eine Butterscotch Telecaster anders?

Nein.

Die Farbe Butterscotch selbst erzeugt natürlich keinen bestimmten Telecaster-Sound.

Dass wir Butterscotch trotzdem so stark mit „Twang“ verbinden, liegt daran, dass viele klassische Telecaster in diesem Look gleichzeitig typische Tele-Merkmale besitzen:

  • zwei Single Coils

  • langer 648-mm-/25,5"-Scale

  • feste Brücke

  • Bridge-Pickup in der Tele-Brücke

  • geschraubter Ahornhals


Der visuelle Klassiker und der klangliche Klassiker treten deshalb häufig zusammen auf.

Aber eine Butterscotch Telecaster mit zwei Humbuckern kann völlig anders klingen als eine 1951er Blackguard.

Das macht die Farbe nicht weniger authentisch.

Es ist schlicht eine andere Interpretation des Designs.


Worauf solltest du beim Kauf einer Butterscotch Telecaster achten?

Die Farbe sollte eigentlich der letzte Punkt sein.

Bevor du dich für eine Gitarre entscheidest, würde ich diese sechs Dinge prüfen:


1. Vintage oder modern?

Zuerst solltest du wissen, warum du überhaupt eine Butterscotch Telecaster möchtest.

Willst du möglichst nahe an ein Instrument der frühen 1950er kommen?

Dann sind Dinge wie kleiner Griffbrettradius, Vintage-Bünde, drei Saitenreiter, klassische Single Coils und ein historisch orientiertes Halsprofil interessant.


Oder liebst du einfach den Look?

Dann gibt es keinen Grund, auf moderne Features zu verzichten.

Ein schönes Beispiel für diesen Unterschied: Fenders American Vintage II 1951 hat einen 7,25"-Radius, während selbst die Vintage-inspirierte Squier Classic Vibe '50s einen moderneren 9,5"-Radius verwendet.


Beide sehen nach 50s Tele aus, sie spielen sich aber unterschiedlich.


2. Die Pickups

Für den klassischen Telecaster-Sound gehören zwei Single Coils zur traditionellen Ausstattung.

Besonders der Bridge-Pickup liefert den bekannten hellen, direkten und bissigen Tele-Twang.

Aber auch hier gibt es keine Regel, dass du dabei bleiben musst.


Telecaster wurden seit Jahrzehnten modifiziert. Selbst Keith Richards' berühmte Butterscotch-Tele wurde mit einem Humbucker verändert.

Wenn du also den Look einer Blackguard liebst, aber P90, Humbucker oder andere Pickups bevorzugst, gibt es keinen guten Grund, dich davon abhalten zu lassen.


3. Drei oder sechs Saitenreiter?

Eine klassische Tele-Bridge arbeitet mit drei Saitenreitern, wobei jeweils zwei Saiten einen Reiter teilen.

Das gehört zum Vintage-Look.

Der Nachteil: Eine perfekte individuelle Intonation jeder Saite ist konstruktionsbedingt schwieriger.


Moderne Brücken verwenden deshalb häufig sechs einzelne Saitenreiter.

Hier gibt es kein objektiv besser oder schlechter.

Drei Reiter: mehr Vintage-Ästhetik und klassisches Tele-Feeling.

Sechs einzelne Reiter: präzisere Einstellmöglichkeiten.

Entscheide danach, was dir wichtiger ist.


4. Halsprofil und Griffbrettradius

Diesen Punkt würde ich beim Gitarrenkauf deutlich höher bewerten als die Farbe.

Eine Gitarre, die fantastisch aussieht, aber deren Hals du nicht gerne spielst, wird irgendwann im Ständer stehen bleiben.


Bei historischen Tele-Modellen findet man teilweise kräftige U-Profile und einen 7,25"-Radius.

Moderne T-Style-Gitarren verwenden häufig C-Profile und 9,5" oder noch flachere Griffbretter.

Wer viel bendet oder ein modernes Spielgefühl bevorzugt, sollte hier besonders genau hinschauen.


5. Gewicht

Gerade bei T-Style-Gitarren kann das Gewicht von Instrument zu Instrument deutlich variieren.

Wenn du lange Proben oder Gigs spielst, würde ich deshalb niemals nur nach Farbe und Specs kaufen.

Schau auf das konkrete Gewicht.

Und wenn möglich: Spiel genau das Instrument, das du später auch behalten möchtest.


6. Was soll diese Gitarre in deiner Sammlung können?

Das ist für mich die wichtigste Frage.

Nicht: „Welche Telecaster ist die beste?“

Sondern: „Warum möchte ich noch eine Telecaster?“


Vielleicht besitzt du bereits eine klassische Fender Tele.

Dann ergibt es möglicherweise wenig Sinn, noch einmal möglichst exakt dieselbe Pickup-Konfiguration zu kaufen.

Vielleicht willst du stattdessen eine P90-Tele. Eine Humbucker-Tele. Ein moderneres Halsprofil. Eine leichtere Gitarre. Oder schlicht eine Butterscotch-Tele, weil dieser Look schon seit Jahren auf deiner Wunschliste steht.

Gitarristen kaufen schließlich selten Instrumente mit dem Ziel, ihre Sammlung möglichst klein zu halten.


Historisch korrekt oder modern interpretiert?

Damit lässt sich der Markt für Butterscotch-Teles grob in drei Richtungen aufteilen.


Historisch orientiert

Hier geht es um möglichst viel 50s-Feeling.

Beispiel: Fender American Vintage II 1951 Telecaster

Esche, Nitrocelluloselack, 7,25"-Radius, Vintage-Brücke und Pure Vintage '51 Single Coils orientieren sich stark am historischen Vorbild.


Vintage-Look zu modernerem Preis

Beispiel: Squier Classic Vibe '50s Telecaster

Butterscotch Blonde, schwarzes Pickguard und Vintage-Optik bleiben erhalten, Kieferkorpus, Polyurethan-Finish und 9,5"-Radius interpretieren das Konzept moderner.


Klassischer Look mit modernem Konzept

Und hier befindet sich beispielsweise die MagTone Classic-T.

Die Classic-T gibt es sowohl in Butterscotch als auch Butterscotch Blonde. Sie übernimmt die vertraute T-Style-Ästhetik, versucht aber bewusst nicht, eine 1951er Telecaster zu kopieren.

Stattdessen sitzt die komplette Pickup-Elektronik in einem austauschbaren Modul. Dadurch können beispielsweise Tele-Style-Single-Coils, P90, Humbucker, FilterTron-artige Pickups oder aktive Pickups verwendet werden, ohne die Gitarre dauerhaft umzubauen.

Und das soll eine klassische Telecaster ausdrücklich nicht ersetzen.

Wenn du eine großartige traditionelle Tele besitzt, gibt es keinen Grund, sie wegzugeben.

Die Idee ist vielmehr: klassischer Butterscotch-Look plus eine zusätzliche T-Style-Gitarre in der Sammlung, mit der du andere Pickup-Konfigurationen ausprobieren kannst.

modulare Butterscotch T-Style Gitarre mit wechselbarem Pickup Modul
Butterscotch Blone Telecaster mit modernem Touch: die MagTone Classic-T

Butterscotch oder Butterscotch Blonde bei MagTone?

Wenn du gerade zwischen den beiden Varianten schwankst, würde ich die Entscheidung zunächst rein optisch treffen.

Beide greifen dieselbe ikonische T-Style-Farbwelt auf. Beide sind als Classic-T erhältlich. Und beide können mit dem modularen Pickup-System kombiniert werden.


Die Classic-T Butterscotch beschreibt MagTone als warmes, zeitloses und unmittelbar wiedererkennbares Finish.

Daneben gibt es die Classic-T Butterscotch Blonde als eigene Finish-Variante. Sie besitzt ebenfalls den klassischen T-Style-Look, kombiniert mit dem modularen MagTone-System.


Klanglich solltest du die Entscheidung deshalb nicht aufgrund des Farbnamen treffen.

Die spannendere Entscheidung lautet: Welches Modul möchtest du darin spielen?

Wenn der traditionelle Look auch traditionellen Twang liefern soll, liegt ein Tele-Style-Single-Coil-Modul nahe.

Wenn du dagegen gerade deshalb noch eine weitere T-Style-Gitarre möchtest, weil sie etwas anderes können soll, können P90, Humbucker oder FilterTron-artige Pickups wesentlich interessanter sein.


Fazit: Warum die Butterscotch Telecaster nie aus der Mode kommt

Die Butterscotch Telecaster ist nicht deshalb ein Klassiker, weil irgendwann jemand entschieden hat, dass Gelb gut auf einer Gitarre aussieht.

Der Look ist unmittelbar mit der Entstehungsgeschichte der Telecaster verbunden.

Blonde Body, schwarzes Pickguard und Ahornhals prägten bereits die frühen Blackguard-Modelle der 1950er-Jahre. Die Telecaster war damals zunächst ausschließlich mit Blonde-Finish erhältlich und entwickelte sich mit genau diesem Erscheinungsbild zu einer der wichtigsten E-Gitarren überhaupt.


Heute muss eine Butterscotch Telecaster deshalb aber nicht in den 1950ern stehen bleiben.

Es gibt historische Reissues, günstige Vintage-Interpretationen, moderne Serienmodelle und T-Style-Gitarren, die nur die Optik übernehmen und technisch ganz eigene Wege gehen.

Genau darin liegt wahrscheinlich ein Teil des Erfolgs dieses Designs:

Man erkennt eine Butterscotch T-Style-Gitarre sofort – aber was sie kann, entscheidet sich erst, wenn man sie in die Hand nimmt.


Wenn du den Look selbst ausprobieren möchtest, gibt es die MagTone Classic-T sowohl in Butterscotch als auch in Butterscotch Blonde. Beide Varianten kannst du in Deutschland zusammen mit zwei Pickup-Modulen für 14 Tage zuhause am eigenen Amp, im Proberaum oder mit deiner Band testen.


Häufige Fragen zur Butterscotch Telecaster

Was ist eine Butterscotch Telecaster?

Eine Butterscotch Telecaster ist eine Telecaster beziehungsweise T-Style-Gitarre mit einem warmen gelblich-blonden Finish. Besonders bekannt ist die Kombination aus Butterscotch Blonde, schwarzem Pickguard und Ahornhals, die auf die frühen Telecaster-Modelle der 1950er-Jahre zurückgeht.


Was ist Butterscotch Blonde?

Butterscotch Blonde ist eine etablierte Farbbezeichnung für ein warmes gelblich-blondes Gitarrenfinish. Fender verwendet die Bezeichnung heute unter anderem für die American Vintage II 1951 Telecaster, die Standard Telecaster und verschiedene Squier-Modelle.


Was ist der Unterschied zwischen Butterscotch und Butterscotch Blonde?

Die Begriffe sind herstellerübergreifend nicht exakt standardisiert. Butterscotch wird häufig für einen warmen gelblich-bernsteinfarbenen Farbton verwendet, während Butterscotch Blonde stärker auf den klassischen Blonde-Look früher Telecaster-Modelle verweist. Bei MagTone werden beide als separate Finish-Varianten angeboten.


Warum haben Butterscotch Telecaster oft ein schwarzes Pickguard?

Die frühen Telecaster-Modelle von 1951 wurden mit schwarzem Pickguard gebaut. Diese Instrumente werden heute häufig als Blackguard Telecaster bezeichnet. Fender wechselte 1954 auf ein weißes Pickguard.


Muss eine Butterscotch Telecaster aus Esche sein?

Nein. Historische Modelle wurden stark mit Esche verbunden, moderne Butterscotch-Teles verwenden aber unterschiedliche Hölzer. Fender bietet beispielsweise Modelle aus Esche und Pappel an, Squier verwendet bei der Classic Vibe '50s Kiefer und die MagTone Classic-T verwendet Linde.


Welche Pickups gehören in eine klassische Butterscotch Telecaster?

Historisch sind zwei Telecaster-Style-Single-Coils typisch. Moderne T-Style-Gitarren können allerdings ebenso Humbucker, P90 oder andere Pickup-Typen verwenden.


Ist Butterscotch Blonde nur für Fender Telecaster erhältlich?

Nein. Der klassische Farbton beziehungsweise ähnliche Butterscotch- und Butterscotch-Blonde-Finishes werden heute auch von anderen Herstellern für T-Style-Gitarren verwendet.


Welche Musik kann man mit einer Butterscotch Telecaster spielen?

Die Farbe hat keinen Einfluss auf das Genre. Klassische Tele-Single-Coils sind stark mit Country, Blues, Rock, Funk und Indie verbunden, eine T-Style-Gitarre kann je nach Pickups und Setup aber praktisch in jeder Musikrichtung eingesetzt werden.

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